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Dieses Jahr habe ich mich endlich überwunden. Nachdem ich im Sommer 2015 einen Backofen in Brandenburg etwas näher unter die Lupe genommen habe (rechteckig mit Trennung zwischen Backraum und Feuerstelle), habe ich mir gesagt: das baust du genau so nur rund und ohne Trennung. Außerdem seien alle Frumpels (halb Freund halb Kumpel) genannt die mir mit ihrem KnoffHoff zur Seite standen (Nippler, Schweißer etc.) Zusätzlich möchte ich auf die Seite Holzbackofenfreunde verweisen, deren Bauanleitung mir sehr geholfen hat. Neben der Montageweise auf dieser Seite gibts eine Seite für den Materialeinsatz / Kosten sowie eine Seite für digitale Unterlagen (Schablonen etc.) Das alles gibt keine Gewähr dafür, das euer Ofen nicht zusammenfällt ... ich wollts nur gesagt haben. :D

Das erste was man macht: Die Idee in die virtuelle Tat umsetzen und einen Ofen erstmal rendern ...

 

 

22.08.2015 Wir beginnen mit dem Unterbau. Also eigentlich ist der schon fertig und besteht aus knapp einer Tonne Beton. Mein Baustellen-Radio-Gerät spielt VNVNATION und die Welt ist in Ordnung.

Voll-Mauersteine mit Struktur als Aufnahme für die Dämmung und die Schamottsteine. Rechts liegt schon das Schaumglas als Dämmung und die Schamottsteine bereit.

Schaumglas bzw. Foamglas mit Schamottmörtel in den Sockel geklebt.

Schamottsteine ebenfalls mit Schamottmörtel auf die Dämmung geklebt und verfugt.

komplette Fläche mit Schamottmörtel glatt verputzt. Die Oberfläche war einfach zu rau, ich hatte eigentlich vor die schöne gelbe Schamottoberfläche auch als Backfläche zu nutzen, aber das werde ich später lieber mit Schamottplatten lösen, die da dann drinliegen.

Keilsteine (Wölber) für einen 500mm breiten Portalbogen (Radius 250mm) liegen bereit. Die Schablone dahinter ist später für das Prüfen der Dicke der Betonkuppel. Geplant ist ein Sandnegativ (Backinnenraum) mit Radius 400mm und eine Betonkuppel mit Radius 500mm. (Volumen von Kugel R500 - Volumen von Kugel R400) * 0.5 = ca. 120Liter, also ca. 250kg Feuerbeton.

Die Schablone für das Portal aus einem Rest 80mm Außendämmung.

Holzschablonen nach einem - noch zu patentierenden - Stecksystem für das Kuppelnegativ.

Sand-Lehmputz-Gemisch (ca. 10:1 ... will das ja auch wieder rauskriegen können) für das Passiv.

Fast rund. Die Öffnung für den Schornstein habe ich mit einem aufgeschnittenen 100mm KG Rohr ausgespart. Somit steht das 120mm Ofenrohr dann auf der Betonkuppel und ein Stück auf dem inneren Portalbogen.

Alles vorbereitet für den Feuerbeton. Die Sandkuppel habe ich mit nasser Küchenrolle abgedeckt. Damit habe ich dann eine saubere Trennung von Sandnegativ und Betonpositiv.

Die Kuppel hat eine durchschnittliche Dicke von 10cm +- 2cm. Als alles fertig war gleich mal das Ofenrohr mit Rauchklappe draufgestellt und 24 Stunden gewartet. Vorne seht ihr bereits das Außenportal aus den selben Steinen wie der Sockel, aber vom Wasserstrahler konisch geschnitten. Danke hier an Jörg.

3 Schubkarren Sandnegativ aus der Kuppel entfernt. Die letzten Eimer/Kellen waren die schwierigsten, musste ja mehr als einen Meter in die Kuppel rein. Danach ganz kurz den Abzug getestet, für gut befunden und den Beton erst mal ruhen lassen.

In der Hoffnung die Abzugsrohrhöhe reicht ? ... reicht !

23.10.2015 Die folgenden Wochen genutzt um eine Ofentür zu basteln, bestehend aus 2mm schwarzem, genibbelt, gekantet, geschweißt, verglast, beschraubt und mit Feuer kompromitiert. Dank geht an Uwe,Mani (Kanterei)  und Thomas (MIG)

01.11.2015 Meine erste nichtdigitale Triangulation :D zum Einsatz kommt 20mm Steinwolle (die hatte ich einfach noch da)

Das Ganze wird wieder mit feuerfester Gaze zusammengehalten.

Ca. 5cm Lehmputz als Außenschicht mit Übergang auf das äußere Portal.